Serpentinen des Trollstigen schlängeln sich durch das neblige Tal

Norwegen

Im Sommer 2023 bereisen wir Norwegen mit dem Auto und mit Hund, als große Etappe unserer Skandinavien-Rundreise. Die Route führt von Tromsø mit der Fähre über die Insel Senja auf die Lofoten nach Svolvær und weiter über Bodø, Trondheim, den Geirangerfjord, Bergen und Odda bis nach Oslo.

Zum Abschluss geht es in den Süden: über Verdens Ende bei Tjøme und Kristiansand, von wo uns die Fähre nach Hirtshals in Dänemark bringt. Alle Etappen mit ihren Stopps, Stadtrundgängen und Aussichtspunkten findest du in diesem Bericht.

Magischer Auftakt in Tromsø: Die Eismeerkathedrale und mehr

Tromsø hat uns sofort für sich eingenommen: Diese Stadt im hohen Norden Norwegens besitzt einen ganz eigenen Charme. Oft wird sie als das „Tor zur Arktis“ bezeichnet, und diesen Namen trägt sie völlig zu Recht. Einen Nachmittag lang spazierten wir durch die Stadt und besuchten einige ihrer Wahrzeichen, darunter die ikonische Eismeerkathedrale und die Brücke, die den Hafen überquert und einen weiten Blick auf die Fjordlandschaft eröffnet.

Tromsøs Hafen mit Brücke und Eismeerkathedrale unter grauem Himmel

Die Eismeerkathedrale

Ein Highlight unseres Aufenthalts war ohne Zweifel der Besuch der Eismeerkathedrale (Arctic Cathedral), die sich mit ihrem unverwechselbaren Design perfekt in die dramatische Umgebung einfügt. Bekannt ist die Kathedrale für ihre dreieckige Form und das riesige Glasmosaik, das im Inneren eine Art Nordlicht-Stimmung entstehen lässt. Schon von außen wirkt der Bau wie ein modernes Eiskristall und spiegelt die Umgebung des Fjords wider, vor allem bei Sonnenuntergang, wenn die Fassade in warmes Licht getaucht wird. Wer das Nordlicht erleben möchte, ist hier ebenfalls richtig, denn in der Kathedrale finden häufig nächtliche Konzerte statt. Unser Tipp: Ein Besuch zur Abenddämmerung lohnt sich, und wer mehr über Symbolik und Architektur erfahren will, kann an einer Führung teilnehmen.

Die weiße Eismeerkathedrale in Tromsø mit ihren spitzen Dachdreiecken

Die Brücke von Tromsø

Nur wenige Gehminuten von der Eismeerkathedrale entfernt führt die Tromsøbrücke über den Tromsøysundet, das Wasser, das die Insel Tromsøya mit dem Festland verbindet. Sie ist nicht nur eine wichtige Verkehrsverbindung, sondern auch ein lohnender Aussichtspunkt: Von hier oben überblickt man die gesamte Stadt, den Hafen und die umgebende Fjordlandschaft. Am schönsten ist der Blick, wenn die Sonne tief steht und ihr Licht auf die Stadt und die verschneiten Berge fällt. Wer den Mut hat, kann die Brücke auch bei stärkerem Wind überqueren. Es lohnt sich, allein wegen des einzigartigen Panoramas über Hafen und Berge.

Historischer Segler mit Norwegenflagge am Kai von Tromsø, hinten Brücke und Eismeerkathedrale

Der Hafen von Tromsø

Nachdem wir die Brücke überquert hatten, gingen wir hinunter zum Hafen von Tromsø, wo sich modernes und traditionelles nordisches Flair auf angenehme Weise mischen. Hier legen Boote und Schiffe an, von denen einige Tagestouren für Whale Watching anbieten, besonders lohnend in den Wintermonaten, wenn die Wale in diese Gewässer zurückkehren. Rund um den Hafen finden sich zudem gemütliche Cafés und Restaurants, in denen man typisch norwegische Fischspezialitäten probieren kann. Vor allem die Fischsuppen und Fischbrötchen können wir empfehlen, die perfekte Stärkung nach einem langen Tag voller Erkundungen.

Rote Seenotrettungsboote im Hafen von Tromsø, im Hintergrund die Eismeerkathedrale

Der Weg nach Svolvær: Faszinierende Stopps bis zu den Lofoten

Überfahrt von Brensholmen nach Botnhamn: Torghatten-Fähre zur Insel Senja

Das nächste Abenteuer begann mit der Überfahrt von Brensholmen nach Botnhamn: Die Torghatten-Fähre brachte uns auf die Insel Senja. Schon diese Passage war ein Erlebnis für sich: Sanft glitt das Schiff über das Wasser, während wir die schroffen Küstenlinien und die kleinen Inseln betrachteten, die aus dem Meer ragten. An Bord herrschte eine entspannte Stimmung, und man spürte förmlich, wie sich die Hektik des Alltags in dieser rauen und zugleich beruhigenden Umgebung auflöste. In Botnhamn auf Senja angekommen, lag eine der landschaftlich schönsten Routen vor uns.

Fischkutter zieht seine Spur über das blaue Wasser vor schneegefleckten Bergen

Mefjordvær: Das kleine Fischerdorf am Rand der Welt

Zunächst führte uns der Weg nach Mefjordvær, ein charmantes Fischerdorf, das sich malerisch an die Küste schmiegt. Hier schien die Zeit stillzustehen. Umgeben von hohen Bergen und dem offenen Meer ist Mefjordvær der richtige Ort, um den Alltag hinter sich zu lassen und die raue Schönheit der Landschaft zu genießen. Die bunten Fischerhütten spiegelten sich im Wasser, und die wenigen Boote im Hafen verliehen dem Ort eine friedliche, fast mystische Atmosphäre. Nach einem Spaziergang durch das Dorf und einem kurzen Abstecher zum Pier fühlten wir uns dem Alltag vollends entflohen.

Rote Holzhütte an der Bucht bei Mefjordvær, umrahmt von schneegesprenkelten Gipfeln

Ersfjordstranda

Von Mefjordvær aus ging es weiter zur Ersfjordstranda, einem Strand, der in Nordnorwegen wohl seinesgleichen sucht. Zwischen den Felsen erstreckt sich ein breiter, goldener Sandstrand, wie gemacht für einen kleinen Zwischenstopp. Die Kontraste hatten es in sich: vor uns das türkis schimmernde Meer, hinter uns die schroffen Berggipfel. Auch wenn das Wasser eiskalt war, konnten wir nicht widerstehen, unsere Füße hineinzutauchen und die frische, salzige Luft tief einzuatmen. Für ein kleines Picknick ist dieser Ort ideal, und als Fotokulisse macht er sich ebenfalls wunderbar.

Heller Sandstrand der Ersfjordstranda mit türkisblauem Wasser und grünen Berghängen

Tungeneset: Aussichtsplattform mit Postkartenblick

Weiter ging es nach Tungeneset, einer schmalen Landzunge mit einer eigens angelegten Aussichtsplattform. Von hier blickten wir auf die „Teufelszähne“, eine berühmte Bergformation, so wild und zerklüftet, als sei sie einem Märchen entsprungen. Der Blick auf das offene Meer und die dramatischen Felsformationen ließ uns kurz innehalten. Auf dem Holzsteg entlang der Küste spazierten wir in aller Ruhe, beobachteten die Wellen, die gegen die Felsen branden, und nahmen diese kraftvolle Landschaft ganz in uns auf.

Blick von den Felsplatten am Tungeneset auf die gezackten Teufelszähne

Bergsbotn: Panoramablick auf Senja

Ein weiterer Halt auf der Fahrt durch Senja war der Aussichtspunkt Bergsbotn, wo eine hölzerne Plattform weite Blicke über den Fjord und die umliegenden Berge freigibt. Sie scheint fast über dem Tal zu schweben und eröffnet ein 360-Grad-Panorama, das uns sprachlos machte: unter uns der Fjord, ringsum die Wälder und im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel. Eine Aussicht, die man unbedingt gesehen haben sollte.

Blick von der Bergsbotn-Plattform auf den tiefblauen Fjord und die Berge von Senja

Gryllefjord und die volle Fähre

In Gryllefjord angekommen, waren wir bereit für die Fähre, die uns von Senja zu den Vesterålen bringen sollte. Doch sie war schon voll! Mit so viel Andrang hatten wir nicht gerechnet, vier Stunden Wartezeit hätten wir einplanen müssen. Nach unserer Ankunft setzten wir die Reise fort, mit dem Ziel Svolvær, dem Hauptort der Lofoten-Inseln. Unterwegs zog ein wechselndes Panorama aus Bergen, Fjorden und Küstenstraßen an uns vorbei. Svolvær empfing uns mit seinem charakteristischen Hafen, den bunten Häusern und der entspannten Atmosphäre einer typischen Küstenstadt der Lofoten. Hier fühlte es sich tatsächlich so an, als hätten wir das Ende der Welt erreicht: ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer, das uns sofort packte.

Helle Häuser von Gryllefjord unter der zerklüfteten Bergkette Senjas

Svolvær entdecken: Naturwunder auf den Lofoten

Svolvær erwies sich als perfekter Ausgangspunkt, um die Lofoten-Inseln in Ruhe zu entdecken. Von hier aus unternahmen wir Tagesausflüge zu kleinen Fischerdörfern, Stränden und charmanten Rastplätzen, die die wilde, nordische Schönheit der Region wunderbar zur Geltung bringen. Hier ein Überblick über die Highlights unserer Entdeckungstour.

Abendstimmung im Hafen von Svolvær mit Segelbooten vor Bergsilhouetten

Henningsvær: Das malerische Fischerdorf

Der erste Ausflug brachte uns nach Henningsvær, das oft als das „Venedig der Lofoten“ bezeichnet wird. Das charmante Fischerdorf verteilt sich auf mehrere kleine Inseln und ist über schmale Brücken erreichbar, die schöne Ausblicke auf das umgebende Wasser bieten. Bunte Häuser und gemütliche Cafés verleihen dem Ort ein lebendiges Flair. Wir schlenderten durch die Gassen und schauten in kleinen Kunstgalerien vorbei. Ein Highlight ist die KaviarFactory, eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Auch der Blick auf die steilen Felswände und die unzähligen Fischgestelle für Stockfisch macht Henningsvær zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Henningsvær aus der Luft: Fußballplatz auf der Felsinsel zwischen türkisblauem Meer

Rørvika: Ein kleines Paradies am Meer

Von Henningsvær ging es weiter nach Rørvika, einem ruhigen Strandabschnitt, der mit weißem Sand und klarem, blauem Wasser fast karibisch wirkt. Ringsum erheben sich steile Berge, die einen dramatischen Kontrast zum friedlichen Strand bilden. Wer eine kleine Pause braucht, ist hier genau richtig, mit viel Ruhe und freiem Blick auf das Meer.

Türkisblaues Wasser und weißer Sand am Strand von Rørvika

Gimsøystraumen Bridge und Gimsøy Kirke: Panoramablick und friedliche Kirche

Anschließend führte uns die Tour über die Gimsøystraumen Bridge, die Gimsøya mit den restlichen Lofoten-Inseln verbindet. Von der Brücke aus zeigt sich das türkisfarbene Wasser vor der Bergkulisse wie auf einer Postkarte. Wenige Minuten später erreichten wir die Gimsøy Kirke, eine weiße Holzkirche, die malerisch direkt am Ufer liegt. Sie strahlt eine schlichte Eleganz aus und ist von einem kleinen Friedhof umgeben. Die friedliche Atmosphäre, nur unterbrochen vom sanften Rauschen des Meeres, machte den Ort für uns besonders.

Weiße Holzkirche Gimsøy Kirke vor den Bergen der Lofoten

Das Gelbe Haus von Gimsøy: Ein Fotomotiv mit Charakter

Das berühmte Gelbe Haus von Gimsøy wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Das kleine, knallgelbe Holzhaus hebt sich deutlich von der kargen Landschaft ab und ist ein beliebtes Fotomotiv. Direkt am Meer gelegen, wirkt es wie ein freundlicher Farbtupfer; ein Stopp lohnt sich auf jeden Fall.

Torvdalshalsen Rastplatz: Ein Panoramablick der Extraklasse

Wunderschön war auch der Halt am Torvdalshalsen Rastplatz. Die kleine Aussichtsplattform eröffnet einen weiten Blick auf die Fjorde und Berge der Lofoten. In alle Richtungen erstreckt sich die Landschaft und lässt einen die Weite und Freiheit dieser Region besonders intensiv erleben. Wir legten eine Pause ein, genossen den Ausblick und atmeten einfach einmal tief durch.

Sommerliche Lofoten-Landschaft mit Höfen, Fjord und Bergketten unter klarem Himmel

Borgvåg und das verfallene Haus: Ein Hauch von Nostalgie

Als Nächstes erreichten wir Borgvåg, ein kleines Dorf mit ganz eigenem Charme. Hier stießen wir auf ein altes, verfallenes Haus, das dem Ort eine nostalgische Note verleiht. Fast wie ein Symbol der Vergangenheit steht es da und fügt sich dabei harmonisch in die natürliche Umgebung ein. Ein geheimnisvoller, leicht melancholischer Ort, der die Geschichte der Lofoten erahnen lässt.

Verfallenes Holzhaus mit rostrotem Blechdach am Meer bei Borgvåg

Unstadstranden: Surferparadies im hohen Norden

Eine Überraschung war der Unstadstranden, ein breiter Strand, der sich als Surferparadies entpuppt hat. Selbst im Norden Norwegens trotzen mutige Surfer den Wellen, und das kalte Wasser scheint sie nicht abzuschrecken! Umgeben von hohen Bergen, bietet der Strand eine eindrucksvolle Kulisse. Wer gern dem Meer lauscht und die wilde Seite des Nordens hautnah erleben will, ist am Unstadstranden genau richtig.

Möwe am Wassersaum des Unstadstranden im Gegenlicht der tiefen Sonne

Uttakleiv und Haukland: Die schönsten Strände der Lofoten

Auf der Weiterfahrt passierten wir die berühmten Strände Uttakleiv und Haukland, die oft zu den schönsten Norwegens gezählt werden. Weicher Sand, sanfte Wellen und die dramatischen Felsformationen im Hintergrund geben diesen Stränden ihren besonderen Charakter. Vor allem Uttakleiv bietet einen wunderbaren Blick auf die untergehende Sonne und ist ein beliebter Spot für Fotografen und Naturliebhaber.

Steinmännchen am steinigen Strand von Unstad vor grünen Klippen

Leknes und das Lofotenboot

In Leknes machten wir Halt, um mehr über die traditionelle Fischerei zu erfahren. Der Besuch auf dem historischen Lofotenboot hat sich dabei besonders gelohnt. Diese traditionellen Boote sind ein wichtiger Teil der Kultur der Lofoten und geben Einblick in die Jahrhunderte alte Fischereigeschichte. Wir erfuhren einiges über die harten Bedingungen, denen die Fischer trotzen mussten, um das Meer erfolgreich zu befahren.

Traditionelles Holzruderboot auf spiegelglattem Wasser bei Leknes

Die Straße nach Nusfjord und das historische Fischerdorf

Weiter ging es Richtung Nusfjord, eines der ältesten und besterhaltenen Fischerdörfer Norwegens. Schon die Anfahrt war ein Erlebnis, denn die kurvige Straße gab immer wieder neue Ausblicke auf Berge und Fjorde frei. In Nusfjord schlenderten wir durch die engen Gassen, vorbei an den historischen, roten Rorbuer-Häusern, die heute meist als Ferienhäuser oder kleine Geschäfte genutzt werden. Auf besondere Weise erzählt dieser Ort die Geschichte der Fischertradition und vermittelt einen authentischen Eindruck vom Leben auf den Lofoten.

Nusfjord aus der Luft: gelbe und rote Holzhäuser am geschützten Naturhafen

Ramberg und die rote Hütte am Strand

Zum Abschluss unserer Tour erreichten wir den Ort Ramberg und entdeckten dort die berühmte rote Hütte am Strand. Umgeben von weißem Sand, mit dem glitzernden Meer im Hintergrund, gehört sie zu den bekanntesten Fotomotiven der Region. Der Kontrast zwischen dem leuchtenden Rot und der Landschaft ringsum wirkt wie gemalt: ein schöner Anlass, hier eine kleine Pause einzulegen und die Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Kleine rote Hütte am Ufer von Ramberg unter wolkenverhangenen Bergen

Richtung Bodø: Malerische Küstenstrecke mit Highlight-Stopps

Die Weiterfahrt durch die Lofoten brachte uns zu einigen der eindrucksvollsten Orte der Inselgruppe. Zwischen Hamnøy, Reine und Å zieht eine wahre Bilderbuchlandschaft vorbei, die jeden Naturliebhaber ins Staunen versetzt. Schließlich erreichten wir Moskenes und setzten mit der Fähre nach Bodø über, ein krönender Abschluss unserer Zeit auf den Lofoten.

Kurvige Straße schlängelt sich durch grüne Lofoten-Landschaft zu See und Meer

Hamnøy: Ein idyllisches Fotomotiv

Der erste Halt galt Hamnøy, dem ältesten Fischerdorf der Lofoten und einem beliebten Spot für Fotografen. Die traditionellen roten Fischerhütten, die sogenannten Rorbuer, stehen malerisch auf Stelzen über dem Wasser und ergeben mit den dramatischen Bergen im Hintergrund ein unverwechselbares Panorama. Besonders reizvoll ist Hamnøy bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang: Dann legt das Licht warme Farben über das kleine Dorf und hebt die Kontraste zwischen den roten Häusern und der rauen Natur hervor. Es lohnt sich, hier länger zu bleiben und das kleine Dorf in Ruhe auf sich wirken zu lassen.

Rote Rorbuer auf Stelzen vor der steilen Bergwand von Hamnøy

Reine: Die Postkartenansicht der Lofoten

Von Hamnøy ging es weiter nach Reine, das für viele als das schönste Dorf der Lofoten gilt. Schon der erste Blick auf den Ort zwischen den steilen Gipfeln ist überwältigend. Reine eignet sich wunderbar, um das authentische Leben auf den Lofoten kennenzulernen und zugleich die Natur zu genießen. Wir nutzten die Gelegenheit und erklommen den Reinebringen, einen beliebten Aussichtspunkt, der uns eine unvergessliche Sicht auf das Dorf und die umliegenden Fjorde bot. Nach der Wanderung kehrten wir in einem der kleinen Cafés ein und tranken eine Tasse Kaffee mit Blick auf die Berge und das Meer.

Fischerdorf mit bunten Häusern am Fuß steiler Berge, vom Wasser aus gesehen

Å i Lofoten: Am Ende der Straße

Schließlich führte uns die Route nach Å, das malerische Ende der Hauptstraße E10 und damit der letzte Ort auf den Lofoten. Das kleine Fischerdorf ist ein lebendiges Freilichtmuseum und gewährt einen wunderbaren Einblick in die Geschichte und das Leben der Fischer, die seit Jahrhunderten von der Stockfischproduktion leben. Im Norsk Fiskeværsmuseum erfuhren wir mehr über die Traditionen und Herausforderungen des Lebens am Meer. Die alten Gebäude, die einfachen Boote und die Stimmung des Ortes versetzten uns förmlich in eine andere Zeit. Mit einem Spaziergang entlang des Wassers und durch die kleinen Gässchen von Å endete unsere Tour durch die Lofoten auf die schönste Weise.

Felsige Küste mit moosbewachsenen Platten und dunstigen Steilklippen hinter Å

Moskenes: Das Tor zur Rückreise

Von Å aus fuhren wir zurück nach Moskenes, wo wir die Fähre nach Bodø nahmen. Der Hafen von Moskenes hat eine besondere Atmosphäre: Zwischen steilen Bergen und tiefblauem Wasser mischen sich Abschiedsstimmung und Vorfreude auf das nächste Ziel. Die Fähre war gut besucht, und während wir auf die Abfahrt warteten, bewunderten wir ein letztes Mal die Kulisse der Lofoten. Der Blick auf die Berge, die sich im Wasser spiegeln, und die frische, salzige Luft waren ein letzter Gruß dieser faszinierenden Inselwelt.

Fähranleger von Moskenes mit Schranke und Pylonen vor grünen Bergen

Überfahrt nach Bodø: Ein Abschied von den Lofoten

Auf der Fährüberfahrt von Moskenes nach Bodø sahen wir die Lofoten langsam in der Ferne verschwinden. Die Fahrt über das offene Meer war entspannend, und wir ließen die Eindrücke der letzten Tage noch einmal Revue passieren. Das Zusammenspiel aus schroffen Bergen, ruhigen Fjorden und malerischen Fischerdörfern hat uns tief berührt und schon jetzt die Sehnsucht geweckt, irgendwann zurückzukehren.

Fähre auf offener See vor der Bergkette der Lofoten

Ankunft in Bodø: Die Stadt begrüßte uns mit ihrer lebhaften Atmosphäre, ein deutlicher Kontrast zur stillen Natur der Lofoten. Der Abschied fiel uns nicht leicht, doch wir waren voller Dankbarkeit für die unvergesslichen Erlebnisse, die uns diese Reise beschert hatte. Die Lofoten sind zweifellos ein besonderer Ort, der noch lange in Erinnerung bleibt.

Wartende Autos unter gelben Bodø-Schildern am Fähranleger Moskenes

Nach Trondheim: Durch Norwegens weite Landschaften

Nach der Überfahrt nach Bodø setzten wir unsere Reise durch Nordnorwegen fort. Die Route führte uns entlang eindrucksvoller Naturphänomene, faszinierender Kultur und legendärer Straßen; jede Station war ein Erlebnis für sich. Hier die Highlights unserer Weiterfahrt nach Trondheim:

Ruhige Meerenge mit bewaldetem Ufer und rotem Bootshaus bei Bodø

Saltstraumen: Das stärkste Gezeitenströmungssystem der Welt

Die erste Station war der berühmte Saltstraumen, einer der kraftvollsten Gezeitenströme der Welt. Alle sechs Stunden tosen gewaltige Wassermassen mit bis zu 20 Knoten (etwa 37 km/h) durch die schmale Meerenge, die das Saltenfjord mit dem Skjerstadfjord verbindet. Das Naturschauspiel zieht Fischer, Abenteurer und Naturbegeisterte gleichermaßen an. Hier leben einige der größten Meerestiere Norwegens, und auch für Angler ist der Saltstraumen ein wahres Paradies. Wer das Phänomen genau beobachten will, braucht unbedingt einen Gezeitenkalender, denn er verrät die besten Zeiten, um die stärksten Strömungen zu erleben. Die Zeiten für deinen Besuchstag findest du im Gezeitenkalender von Visit Bodø.

Strudel und Wirbel des Saltstraumen vor schneebedeckten Gipfeln

Pont de Luonosjåhkå: Die schwebende Hängebrücke in den Bergen

Weiter südlich erreichten wir die Pont de Luonosjåhkå, eine Hängebrücke, die sich elegant über eine Schlucht spannt. Von hier öffnet sich der Blick auf die umliegenden Berge und Flüsse, die sich durch die raue, unberührte Natur ziehen. Wir legten einen kurzen Stopp ein, genossen die frische Bergluft und machten einige Fotos von der schwebenden Konstruktion. Wer einen Hauch von Abenteuer sucht, ist hier richtig, denn schon die Überquerung ist ein Erlebnis.

Hängebrücke Pont de Luonosjåhkå über tosenden türkisfarbenen Wildfluss

Arctic Circle Centre: Über den Polarkreis

Ein besonderer Moment erwartete uns am Arctic Circle Centre: Hier überquerten wir offiziell den Polarkreis und machten ein Erinnerungsfoto vor der berühmten Markierung. Das Besucherzentrum informiert über die Region und die faszinierenden Naturphänomene dieser arktischen Zone, darunter die Mitternachtssonne und das Nordlicht. Im Souvenirshop fanden wir zudem kleine Mitbringsel, die an den Besuch am Polarkreis erinnern. Eine Pause im Arctic Circle Centre eignet sich bestens, um die Bedeutung dieser besonderen Breitengrade zu würdigen.

Arctic Circle Centre mit grauer Kuppel und Steinmännchen am Polarkreis

Mo i Rana: Havmannen, die mystische Skulptur im Wasser

Die Weiterfahrt brachte uns nach Mo i Rana, eine Stadt, die für die mystische Skulptur Havmannen bekannt ist. Halb im Wasser stehend, blickt die riesige Figur stoisch in die Ferne, ein Kunstwerk, das zugleich Ruhe und Stärke ausstrahlt. Die 4,5 Meter hohe Statue aus Granit symbolisiert die Verbundenheit der Menschen mit dem Meer und ist das Wahrzeichen von Mo i Rana. Wie die Figur scheinbar im Wasser schwebt, hat uns fasziniert und brachte uns die Kraft der Natur und die Tiefe der nordischen Kultur ein Stück näher.

Havmannen-Skulptur im stillen Wasser des Fjords bei Mo i Rana

Nordlandsporten: Das Tor zum Süden

Auf dem Weg weiter nach Süden passierten wir den Nordlandsporten, ein monumentales, steinernes Tor, das den Übergang zwischen den Regionen Nordland und Trøndelag markiert. Malerisch zwischen Majavatn und Smalåsen gelegen, ist der Nordlandsporten nicht nur ein geografischer, sondern auch ein symbolischer Punkt: Hier endet das raue, nordische Norwegen, und das mildere Klima des Südens beginnt. Ein kurzes Foto am Tor gehört einfach dazu, schließlich überschreitet man hier eine besondere Schwelle auf der Reise durch das Land.

Nordlandsporten-Torbogen mit Nord-Norge-Schild über der regennassen E6

Ankunft in Trondheim: Die charmante Stadt der Könige

Schließlich erreichten wir Trondheim, eine Stadt, die für ihre historische Bedeutung und ihr charmantes Flair bekannt ist. Die alten, farbenfrohen Lagerhäuser am Nidelv, der majestätische Nidarosdom (Norwegens berühmteste Kathedrale) und die lebendige Atmosphäre heißen Besucher herzlich willkommen. Den Rest des Tages schlenderten wir durch die Altstadt Bakklandet und probierten kulinarische Spezialitäten in einem der vielen Cafés. Trondheim vereint Moderne und Geschichte auf ganz eigene Weise, ein wunderbarer Abschluss unserer Fahrt durch Nordnorwegen.

Bunte Lagerhäuser und Bootsstege am Hafen von Trondheim

Stadtrundgang durch Trondheim

Der Aufenthalt in Trondheim beginnt mit einer Stadttour, die uns zu den schönsten und geschichtsträchtigsten Orten dieser charmanten Stadt führt. Der Rundgang umfasst etwa 6 Kilometer, und für die Highlights Trondheims braucht man rund zwei Stunden Gehzeit (ohne Stopps für Besichtigungen und Fotos). Die Route verbindet Geschichte, Kultur und schöne Ausblicke. Ideal, um die vielseitige Stadt hautnah zu entdecken. Hier sind die Highlights:

Moderne Glas- und Kupferfassade des Clarion Hotel in Trondheim

Stopp 1: Rockheim

Ein Muss für Musikfans ist das Rockheim, Norwegens Nationalmuseum für Pop- und Rockmusik, direkt an der Brattørkaia gelegen. Interaktive Ausstellungen machen hier die Geschichte der norwegischen Musikszene lebendig. Vom Rock der 60er-Jahre bis zur heutigen Popmusik: Das Museum bietet eine spannende Zeitreise und lädt ein, selbst kreativ zu werden.

Das Rockheim-Museum in Trondheim mit auskragendem Plattencover-Kubus auf dem Altbau

Stopp 2: Powerhouse Brattørkaia

In unmittelbarer Nähe des Rockheim steht das Powerhouse Brattørkaia, eines der energieeffizientesten Gebäude der Welt. Das futuristische Bürogebäude produziert mehr Energie, als es verbraucht, ein Meisterwerk moderner Architektur. Mit seiner auffälligen Fassade aus Solarzellen steht das Powerhouse für die Zukunft nachhaltigen Bauens und ist ein Paradebeispiel für das umweltbewusste Norwegen.

Schräge Solarfassade des Powerhouse Brattørkaia mit ovalem Lichthof in Trondheim

Stopp 3: Trondheim Bahnhof

Nur wenige Schritte vom Powerhouse entfernt liegt der Bahnhof von Trondheim, ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in einem historischen Gebäude mit sehenswerter Architektur. Er ist nicht nur Ausgangspunkt für Zugreisen in ganz Norwegen, sondern auch ein schönes Beispiel dafür, wie sich klassisches und modernes Design in Trondheim verbinden.

Gelber Altbau und moderner Anbau des Bahnhofs Trondheim Sentralstasjon

Stopp 4: Stiftsgården und der Park

Der Stiftsgården, die königliche Residenz in Trondheim, zählt zu den größten Holzgebäuden Nordeuropas und besticht durch seine schlichte, elegante Architektur. Der angrenzende Park ist eine grüne Oase im Stadtzentrum und eignet sich wunderbar für einen erholsamen Spaziergang, ein Ort voller königlicher Geschichte und Ruhe.

Holzfassade des Stiftsgården in Trondheim mit Wappengiebel und schmiedeeisernem Zaun

Stopp 5: Torvet, der Marktplatz

Am Marktplatz Torvet steht die Statue von König Olaf I., dem Gründer von Trondheim. Der belebte Platz ist ein historischer Treffpunkt und Austragungsort für den Markt „Martnan“, der jedes Jahr am 1. Juli stattfindet. Hier probieren wir regionale Spezialitäten und erleben die lebhafte Atmosphäre des Stadtzentrums.

Statue von König Olav Tryggvason auf hoher Säule über dem Marktplatz Torvet in Trondheim

Stopp 6: Nidarosdom, die gotische Kathedrale

Das Herzstück von Trondheim ist der Nidarosdom, eine der bedeutendsten Kathedralen Nordeuropas. Mit ihrer gotischen Architektur, den detailreichen Statuen und der spirituellen Atmosphäre zieht die Kirche jedes Jahr Besucher aus aller Welt an. Ein Ort voller Geschichte und ein Pflichtbesuch für alle, die Trondheim erkunden.

Grüne Turmspitze des Nidarosdoms zwischen alten Bäumen in Trondheim

Stopp 7: Erzbischöflicher Palast

Direkt neben dem Nidarosdom liegt der Erzbischöfliche Palast, ein weiteres Wahrzeichen von Trondheim. Der mittelalterliche Bau beherbergt heute ein Museum, das die religiöse und politische Geschichte der Stadt zeigt. Wer den Palast besucht, erhält tiefe Einblicke in die Vergangenheit und das Erbe Trondheims.

Westfassade des Nidarosdoms mit Statuenreihen, Rosette und Doppeltürmen

Stopp 8: Gamle Bybro, die alte Stadtbrücke

Ein beliebtes Fotomotiv ist die Gamle Bybro, die „Alte Stadtbrücke“, auch bekannt als das „Tor des Glücks“. Die markante rote Brücke über den Nidelva-Fluss bietet eine wunderschöne Aussicht und gehört zu den Symbolen der Stadt, wie gemacht für einen ruhigen Spaziergang.

Rot verzierte Portale der Gamle Bybro mit Blick auf alte Speicherhäuser in Trondheim

Stopp 9: Trampe Fahrradlift

In der Nähe der Gamle Bybro entdeckten wir den Trampe Fahrradlift, eine weltweit einzigartige Erfindung, die Radfahrern hilft, den steilen Hang zu überwinden. Der innovative Lift ist ein ebenso praktisches wie unterhaltsames Beispiel für die Fahrradfreundlichkeit Trondheims und dafür, wie die Stadt modernen Komfort mit traditionellem Charme verbindet.

Startstation des Fahrradlifts Trampe mit Schiene im Bordstein in Trondheim

Stopp 10: Nidelva utsiktspunkt

Oberhalb des Flusses Nidelva versteckt sich der Nidelva utsiktspunkt. Von hier oben genossen wir einen herrlichen Blick auf die Stadt und die umgebende Landschaft. Der ruhige Spot eignet sich wunderbar, um die Schönheit Trondheims aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Bunte Speicherhäuser auf Holzstelzen an der Nidelva in Trondheim

Stopp 11: Festung Kristiansten

Hoch über Trondheim thront die Festung Kristiansten mit einer großartigen Aussicht auf die Stadt und den Fjord. Im 17. Jahrhundert erbaut, diente sie einst als Schutz gegen feindliche Angriffe. Heute ist die Festung ein beliebtes Ausflugsziel mit weitläufigen Grünflächen, perfekt für ein entspanntes Picknick.

Weißer Donjon der Festung Kristiansten auf grünem Hügel über Trondheim

Stopp 12: Piren

Den Abschluss bildete die Piren, ein beliebter Anlegeplatz direkt am Wasser. Von hier bieten sich herrliche Ausblicke auf den Trondheimfjord und die umliegende Landschaft. An der Piren lässt sich die maritime Seite der Stadt erleben, während einem die frische Brise des Fjords um die Nase weht, ein schöner Schlusspunkt unserer Erkundungstour durch Trondheim.

Rote Kajaks auf der Nidelva vor den Speicherhäusern von Trondheim

Unsere Trondheim-Stadttour

Wähle die Wegpunkte aus. Die Nummern entsprechen den Stopps im Bericht.

Alle Stopps als Liste
  1. Übernachtung: Clarion Hotel Trondheim · Brattørkaia 1, 7010 Trondheim
  2. Rockheim · Brattørkaia 14, 7010 Trondheim
  3. Powerhouse Brattørkaia · Brattørkaia 17A, 7010 Trondheim
  4. Trondheim Bahnhof · Trondheim Sentralstasjon, Fosenkaia, 7010 Trondheim
  5. Stiftsgården · Munkegata 23, 7013 Trondheim
  6. Torvet · Torvet, 7013 Trondheim
  7. Nidarosdom · Kongsgårdsgata 2, 7013 Trondheim
  8. Erzbischöflicher Palast Trondheim · Kongsgårdsgata 1B, 7013 Trondheim
  9. Alte Stadtbrücke · Gamle Bybro, Kjøpmannsgata, 7013 Trondheim
  10. Trampe Bicycle Lift · Brubakken, 7014 Trondheim
  11. Kristiansten Fortress · Kristianstensbakken 60, 7014 Trondheim
  12. Nidelva utsiktspunkt · Bakklandet, 7014 Trondheim
  13. Piren · Brattøra, 7010 Trondheim

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln, Marker und Fotos werden von dieser Website selbst ausgeliefert; es fließen keine Daten an Dritte.

Auf zum Geirangerfjord: Die schönsten Stopps auf dem Weg

Von Trondheim aus machten wir uns auf den Weg zum Geirangerfjord, über einige der berühmtesten Straßen und Fähren Westnorwegens, vorbei an Naturwundern und historischen Stätten. Hier ein Überblick über die Stopps, die diese Etappe für uns unvergesslich machten.

Leere Landstraße schwingt sich durch grün bewachsene Hügel unter blauem Himmel

Fähre von Halsa nach Kanestraum: Ein gemütlicher Einstieg in die Fjordlandschaft

Den Auftakt bildete die Fährüberfahrt von Halsa nach Kanestraum. Die kurze, malerische Fahrt durch die Fjordlandschaft gab uns bereits einen Vorgeschmack auf die Naturwunder, die noch vor uns lagen. Norwegens Fähren sind gut organisiert, und die Fahrt über das ruhige Wasser eignet sich wunderbar, um sich auf die bevorstehende Strecke einzustimmen.

Fähranleger mit wartender Fähre nach Kanestraum am Fjord bei blauem Himmel

Gjemnessundbrua: Spektakuläre Brückenarchitektur

Nach der Fähre überquerten wir die Gjemnessundbrua, eine imposante Hängebrücke, die das Festland mit der Insel Bergsøya verbindet. Schon die Konstruktion beeindruckt, und der Ausblick über den Sund steht ihr in nichts nach. Ein kurzer Halt lohnt sich, um den Blick auf das tiefblaue Wasser und die umgebenden Berge zu genießen, ein idealer Fotostopp.

Hängebrücke spannt sich über den blauen Fjord vor bewaldetem Bergrücken

Bremsneshola: Eine mystische Höhle voller Geschichte

Unser nächstes Ziel war die Bremsneshola auf der Insel Averøya, eine Höhle, die bereits in der Steinzeit von Menschen bewohnt wurde. Sie gilt als eine der ältesten archäologischen Stätten Norwegens und ist von zahlreichen Legenden und Geschichten umrankt. Der mystische Eingang und die besondere Stimmung im Inneren machen den Halt lohnenswert: Hier wird die Jahrtausende alte Geschichte Norwegens greifbar.

Alte Holzleiter lehnt an der Felswand einer dunklen Höhle

Atlantikstraße: Die berühmte „Atlanterhavsvegen“ von Kårvåg nach Bud

Dann erreichten wir die berühmte Atlantikstraße oder Atlanterhavsvegen, die von Kårvåg nach Bud führt. Über Brücken und kleine Inseln schlängelt sich die Küstenstraße durch die raue Landschaft und gilt als eine der schönsten Straßen der Welt. Ein besonderes Highlight ist die dramatische Storseisundbrua, die sich in einer kühnen Kurve über das Meer schwingt. Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Aussichtspunkte und kleine Parkplätze; perfekt, um die salzige Meeresluft einzuatmen und dem rauen Meer zuzusehen, das hier an die Küste brandet.

Die geschwungene Storseisundet-Brücke der Atlantikstraße mit einem einzelnen Auto

Fähre von Sølsnes nach Åfarnes: Überfahrt mit Fjordpanorama

Nach der Atlantikstraße nahmen wir die Fähre von Sølsnes nach Åfarnes, eine weitere kurze, landschaftlich reizvolle Überfahrt. Ruhig gleitet die Fähre durch die Fjordgewässer, während sich ringsum die hohen, majestätischen Berge Norwegens erheben. Solche Fährfahrten sind eine wunderbare Gelegenheit, die Weite und Stille der Fjorde zu erleben und das Land aus einer ganz neuen Perspektive zu betrachten.

Autofähre kreuzt unter dunklen Wolken den Fjord vor bewaldeten Hängen

Trollstigen: Die legendäre Serpentinenstraße

Von Åfarnes aus fuhren wir weiter zur legendären Trollstigen, einer der berühmtesten und kurvenreichsten Bergstraßen Norwegens. In engen Serpentinen windet sich die Straße durch das steile Gebirge, vorbei an Wasserfällen und tiefen Tälern. Von den Aussichtsplattformen entlang der Strecke blickt man weit hinab auf das grüne Tal und die wilde Berglandschaft. Die Fahrt verlangt etwas Mut und Konzentration, doch jeder Kilometer lohnt sich: Der Trollstigen ist ein wahres Meisterwerk der Straßenbaukunst und ein Höhepunkt jeder Norwegenreise.

Blick vom Aussichtspunkt auf die Serpentinen des Trollstigen im Regennebel

Fähre von Linge nach Eidsdal: Eine entspannte Pause vor dem Geirangerfjord

Nach der abenteuerlichen Fahrt über den Trollstigen kam die Fähre von Linge nach Eidsdal gerade recht, um kurz durchzuatmen. Sie führte uns tiefer in die Fjordlandschaft hinein und brachte uns dem Ziel unserer Reise, dem Geirangerfjord, einen Schritt näher. Während der entspannten Überfahrt bewunderten wir die umliegende Landschaft und stimmten uns auf das nächste große Highlight ein.

Fähre nach Eidsdal legt am Abend am Anleger mit Anzeigetafel an

Geirangerfjord: Ein Naturwunder der Extraklasse

Schließlich lag er vor uns: der Geirangerfjord, einer der schönsten und berühmtesten Fjorde Norwegens und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Steile, grüne Berghänge stürzen hier dramatisch ins Wasser, dazu kommen die berühmten Wasserfälle wie die „Sieben Schwestern“ und der „Brautschleier“, ein wahres Naturwunder. Wir nutzten die Gelegenheit für eine Fjordrundfahrt, die uns zu versteckten Wasserfällen und zu kleinen Gehöften brachte, die hoch oben an den Klippen kleben.

Abendstille über dem Hafen von Geiranger, die Berge spiegeln sich im Fjord

Im Geirangerfjord: Fjord-Idylle und Outdoor-Erlebnisse

Der Geirangerfjord war zweifellos eines der Highlights unserer Reise: ein Ort, an dem die norwegische Natur ganz groß aufspielt. Dramatische Berghänge, tiefblaues Fjordwasser und tosende Wasserfälle bildeten eine Kulisse, die uns sprachlos machte. Unser Tag im Geirangerfjord war prall gefüllt mit unvergesslichen Erlebnissen: eine Speedboot-Tour, eine eindrucksvolle Wanderung und ein Besuch im Fjordsenter.

Zwei Kreuzfahrtschiffe liegen im wolkenverhangenen Geirangerfjord, davor Campingplatz und Dorf

Speedboot-Tour: Adrenalinkick mit atemberaubender Kulisse

Los ging es mit einer Speedboot-Tour auf dem Geirangerfjord. Ausgestattet mit Sicherheitswesten und Regenjacken stiegen wir in das schnelle Boot, das über die ruhige Oberfläche des Fjords jagte: eine Fahrt voller Adrenalin und ein absolutes Erlebnis! Das Speedboot brachte uns ganz nah an die berühmtesten Wasserfälle heran, darunter die „Sieben Schwestern“ und der „Brautschleier“. Die Gischt spritzte auf uns, und die Kraft des herabstürzenden Wassers war hautnah zu spüren. Unterwegs erzählte der Guide Geschichten und Legenden über die Wasserfälle und die abgelegenen Berghöfe entlang der Fjordhänge, ein Einblick in das harte, aber faszinierende Leben der Menschen, die hier einst wohnten.

Der Wasserfall Sieben Schwestern stürzt über die Felswand in den Geirangerfjord

Wanderung entlang der Wasserfälle: Magische Ausblicke und Natur pur

Nach dem aufregenden Start machten wir uns an eine Wanderung entlang einiger der schönsten Wasserfälle der Region. Über die Wasserfalltreppe, einen gut ausgebauten Wanderweg, stiegen wir von der Fjordpromenade hinauf in die Höhe. Stufe für Stufe begleitete uns dabei der Anblick des tosenden Storfossen-Wasserfalls, der sich mit gewaltiger Kraft ins Tal ergießt. Dichte Wälder, frische Bergluft und das stete Rauschen des Wassers machten jede Pause auf dem Weg zu einem besonderen Moment.

Tosender Wasserfall stürzt mitten durch das Dorf Geiranger

Unterwegs hielten wir an der kleinen Geiranger Kirche. Idyllisch liegt die weiße Holzkirche auf einem Hügel und eröffnet einen einmaligen Ausblick über den Fjord und die umliegenden Berge. Die Stimmung hier ist ruhig, fast spirituell: ein guter Ort, um kurz innezuhalten und die Schönheit der Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Achteckige weiße Kirche von Geiranger mit Friedhof, dahinter Kreuzfahrtschiffe im Fjord

Von Geiranger nach Bergen: Die Route entlang der Küste

Vom Geirangerfjord nach Bergen führte uns die Weiterfahrt durch eine faszinierende, sich ständig wandelnde Landschaft: schneebedeckte Berggipfel, tiefblaue Seen und idyllische Dörfer, wie sie typisch für Westnorwegen sind. In besonderer Erinnerung bleibt uns der Zwischenstopp am Djupvatnet-See, wo wir schwimmende Eisschollen bestaunen konnten, ein unvergessliches Erlebnis!

Geschwungene Brücke verbindet kleine Inseln über türkis schimmerndem Wasser

Djupvatnet-See: Schwimmende Eisschollen und beeindruckende Bergkulisse

Auf dem Weg passierten wir den Djupvatnet-See, einen malerischen Bergsee auf etwa 1.000 Metern Höhe. Hier war es spürbar kühler, und auf der tiefblauen Wasseroberfläche trieben noch einige Eisschollen, und das mitten im Sommer! Zusammen mit den schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund hatte die Szenerie etwas Magisches. Ein kurzer Spaziergang führte uns zu einem Viewing Spot mit weitem Panoramablick auf den See und die umliegende Berglandschaft. Dem sanften Treiben der Eisschollen auf dem stillen Wasser zuzusehen, war ein friedlicher Moment, der uns die kühle, raue Schönheit der norwegischen Berge vor Augen führte.

Nebel verschluckt einen schneebedeckten Berghang über dunklem Wasser

Byrkjelo: Ein charmantes Dorf im Tal

Weiter ging es durch die grünen Täler und saftigen Wiesen von Byrkjelo, einem kleinen Dorf, das von mächtigen Bergen umgeben ist. Byrkjelo ist für seine ruhige Atmosphäre und die umliegenden Weidelandschaften bekannt, auf denen die typisch norwegischen Kühe grasen. Bei einer kleinen Pause probierten wir lokale Produkte wie Sæterkrem (Sahne von Almwirtschaften) und traditionellen Käse. Die Gastfreundschaft der Menschen und die friedliche Stimmung machten Byrkjelo zu einem charmanten Stopp, bei dem wir in das ländliche Norwegen eintauchen konnten.

Verstreute Hütten auf grünen Almwiesen bei Byrkjelo unter tief hängenden Wolken

Ankunft in Bergen: Die Stadt zwischen den sieben Bergen

Nach einer landschaftlich reizvollen Fahrt erreichten wir schließlich Bergen, Norwegens zweitgrößte Stadt und das Tor zu den Fjorden. Empfangen wurden wir von den bunten Holzhäusern im Hanseviertel Bryggen, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Umgeben von den „sieben Bergen“, hat Bergen eine einzigartige Lage und eine lebhafte Kultur. Wir ließen den Abend ausklingen, schlenderten durch die engen Gassen von Bryggen und genossen die maritime Atmosphäre des Hafens.

Hafenfront von Bergen mit Booten vor bewaldetem Berghang im Abendlicht

Bergen erkunden: Bryggen, Fischmarkt und Altstadtflair

Die Tour beginnt mit der Ankunft in Bergen und einem Aufenthalt im Citybox Bergen in der Nygårdsgaten 31, einem zentral gelegenen Hotel und idealen Ausgangspunkt. Die Check-in-Zeit ist um 15:00 Uhr, das Check-out um 12:00 Uhr am nächsten Tag. Wer mit dem Auto anreist, findet Parkmöglichkeiten im nahegelegenen Grieghallen Parkhaus für etwa 230 NOK pro Tag. Günstiger parkt ihr im Bygarasjen-Parkhaus, nur 400 Meter entfernt, für 150 NOK pro Tag.

Doppelzimmer mit hellem Holz-Kopfteil und dunkler Wand im Citybox Bergen

Stopp 1: Ulriksbanen und Aussicht vom Ulriken 643

Von der Citybox erreicht ihr in wenigen Minuten mit Bus oder Auto die Talstation der Ulriksbanen, der Seilbahn, die euch bequem auf den 643 Meter hohen Ulriken bringt. Oben angekommen, liegt euch die Stadt zu Füßen: der Fjord, die Dächer Bergens und die umliegenden Berge: ein perfekter Start, um Bergen in seiner ganzen Pracht zu sehen. Tickets könnt ihr online auf der Webseite des Ulriken643 buchen.

Rote Kabine der Ulriksbanen schwebt über Bergen mit Blick auf Stadt und Schären

Stopp 2: Festplassen und Griegpavillon

Nach dem Besuch des Ulriken geht es zurück ins Zentrum. Nur wenige Minuten entfernt liegen der Festplassen und der Griegpavillon, die sich für einen kurzen Spaziergang und ein paar Fotos anbieten. Die Parkanlage und das Denkmal für den berühmten Komponisten Edvard Grieg vermitteln das kulturelle Flair der Stadt.

Grüner Griegpavillon mit üppigen Blumenbeeten am Festplassen in Bergen

Stopp 3: Fischmarkt

Von hier aus ist es nur ein kurzer Fußweg zum Fischmarkt, einem absoluten Muss in Bergen. Frischer Fisch, Meeresfrüchte und norwegische Spezialitäten warten hier darauf, probiert zu werden. Gourmets sollten sich einige lokale Delikatessen gönnen und vielleicht ein Souvenir ergattern: ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art!

Rot überdachte Stände des Fischmarkts am Hafen von Bergen unter norwegischen Flaggen

Stopp 4: Bergen Tori (Stadtkaiterminalen)

Direkt am Wasser gelegen, bietet der Bergen Tori eine schöne Aussicht auf die Hafenanlagen und die Skyline des historischen Viertels Bryggen. Hier lässt sich die maritime Seite Bergens genießen, und vor der Kulisse der Altstadt entstehen großartige Fotos.

Blick über den Hafen auf die bunten Giebelhäuser von Bryggen in Bergen

Stopp 5: Bryggen-Viertel und Schöne Gassen

Ein Highlight jeder Bergen-Reise ist der Spaziergang durch das historische Bryggen. Das Viertel mit seinen charmanten, bunten Holzhäusern gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und steckt voller Geschichte und eigenem Flair. Schlendert durch die engen Gassen und entdeckt kleine Kunstgalerien, Cafés und Souvenirläden, perfekt für ein gemütliches Shopping-Erlebnis.

Historische Giebelfassaden mit kleinen Läden an der Bryggen-Zeile in Bergen

Stopp 6: Shetlands-Larsen

Nach dem Erkunden des Bryggen-Viertels geht es weiter zu Shetlands-Larsen. Von hier bietet sich ein wunderbarer Ausblick auf die Skyline von Bryggen und die umliegende Landschaft. Die Gedenkstätte erinnert an die „Shetland Bus“-Operationen im Zweiten Weltkrieg, als Mutige auf geheimen Missionen zwischen Norwegen und den Shetland-Inseln unterwegs waren. Ein lohnender Halt für alle, die sich für Geschichte interessieren und zugleich die malerische Kulisse genießen möchten.

Boote im Hafen von Bergen vor den Giebelhäusern von Bryggen im Abendlicht

Stopp 7: Bellgården und Jacobsfjorden

Von Bryggen aus führt der Weg durch die charmanten Gassen von Bellgården und Jacobsfjorden. Dieser Abschnitt der Tour zeigt das alte Bergen von seiner authentischen Seite: enge Straßen und historische Gebäude, die das besondere Flair der Stadt ausmachen. Ein Abstecher in die Bryggestræde und Bredgården lohnt sich ebenfalls und führt euch schließlich zurück zum Ausgangspunkt im Bryggen-Viertel.

Schmale Holzgasse Jacobsfjorden zwischen alten Kontorhäusern in Bryggen

Stopp 8: Rosenkrantztårnet und Håkonshalle

Sehenswert ist auch das Rosenkrantztårnet, ein mittelalterlicher Turm, der einst als Verteidigungs- und Wohngebäude diente. Gleich daneben liegt die imposante Håkonshalle, die im 13. Jahrhundert von König Håkon Håkonsson erbaut wurde. Beide Bauwerke zeugen von der mittelalterlichen Geschichte Norwegens und geben faszinierende Einblicke in das Leben und die Architektur jener Zeit.

Der mittelalterliche Steinturm Rosenkrantztårnet auf der Festung Bergenhus in Bergen

Stopp 9: Bergenhus Festning

Im Anschluss geht es weiter zur Bergenhus Festning, einer der ältesten und am besten erhaltenen Festungen Norwegens. Über die Jahrhunderte spielte sie eine wichtige Rolle in der Verteidigung Bergens. Beim Spaziergang durch die grünen Anlagen kann man sich gut vorstellen, wie diese Stadt in früheren Zeiten beschützt wurde. Der Blick auf den Fjord und die Berge im Hintergrund ist herrlich, ein Muss für Fotografie-Liebhaber.

Mittelalterliches Steingebäude mit Zinnen auf der Bergenhus Festning im Abendlicht

Stopp 10: Bøkkergaten 16

Weiter führt der Spaziergang in die Bøkkergaten 16, eine weitere alte Straße, die das historische Stadtbild Bergens prägt. Hier erfahrt ihr mehr über das alltägliche Leben vergangener Zeiten und könnt die besonderen Holzhäuser bewundern, die so typisch für Bergen sind. Ein entspannter, authentischer Ort, um die Tour langsam ausklingen zu lassen.

Kopfsteingepflasterte Gasse zwischen weißen Holzhäusern mit Blumen in Bergens Altstadt

Unsere Bergen-Stadttour

Wähle die Wegpunkte aus. Die Nummern entsprechen den Stopps im Bericht.

Alle Stopps als Liste
  1. Übernachtung: Citybox Bergen · Nygårdsgaten 31, 5015 Bergen
  2. Ulriksbanen · Haukelandsbakken 40, 5009 Bergen
  3. Festplassen · Festplassen, 5012 Bergen
  4. Fischmarkt in Bergen · Torget, 5014 Bergen
  5. Bergen Tori (Stadtkaiterminalen) · Bryggen, 5003 Bergen
  6. Shetlands-Larsen · Torget, 5014 Bergen
  7. Hanseviertel Bryggen · Bryggen, 5003 Bergen
  8. Bellgården · Bellgården, Bryggen, 5003 Bergen
  9. Rosenkrantz Tower · Bergenhus festning, 5003 Bergen
  10. Håkonshalle · Bergenhus festning, 5003 Bergen
  11. Festung Bergenhus · Bergenhus festning, 5003 Bergen
  12. Bøkkergaten 16 · Bøkkergaten 16, Bergen

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln, Marker und Fotos werden von dieser Website selbst ausgeliefert; es fließen keine Daten an Dritte.

Weiter nach Odda: Natur pur und kleine Oasen

Die Weiterfahrt von Bergen nach Odda führte uns durch eine Landschaft voller Überraschungen: von tosenden Wasserfällen über ungewöhnliche Rastplätze bis hin zu einer „Trolltoilette“! Diese Etappe war ein Mix aus eindrucksvoller Natur und humorvollen Kuriositäten, die uns immer wieder innehalten ließen.

Ruhiger blauer Fjord mit bewaldeten Bergen auf der Fahrt Richtung Odda

Steinsdalfossen: Der Wasserfall, den man hinterwandern kann

Den Anfang machte der Steinsdalfossen, einer der wenigen Wasserfälle Norwegens, die man tatsächlich von hinten erleben kann. Ein kurzer Wanderweg führte uns hinter die herabstürzenden Wassermassen, sodass wir das tosende Wasser aus nächster Nähe beobachten konnten, ohne dabei nass zu werden! Diese ungewohnte Perspektive ließ uns die Kraft des Wassers hautnah spüren. Der Steinsdalfossen ist ein perfekter Auftakt, um in Norwegens Naturschauspiele einzutauchen, und obendrein ein tolles Fotomotiv.

Der Steinsdalfossen stürzt über eine Felskante, davor ein steiniges Flussbett

Rastplatz mit der „Trolltoilette“

Der nächste Halt war ein kleiner, skurriler Rastplatz, der uns zum Schmunzeln brachte: die berüchtigte Trolltoilette! Die humorvoll gestalteten Toilettenanlagen zeigen die typisch norwegische Liebe zu den Trollen. Alle Kabinen sind mit Trollmotiven verziert und tragen ein „wildes“ Design, das gut in die umgebende Landschaft passt. Auch der Blick von hier auf die Berge und Täler kann sich sehen lassen: ein witziger und zugleich nützlicher Zwischenstopp, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Skurriler Rastplatz-Pavillon: geschwungenes Betondach ruht auf wurzelartigen Holzstämmen

Skjervsfossen: Ein doppelter Wasserfall mit besonderem Blick

Nicht weit von der Trolltoilette entfernt wartete der nächste Wasserfall: der Skjervsfossen. In zwei Etappen stürzt er rund 150 Meter in die Tiefe und lässt sich von verschiedenen Aussichtspunkten aus in voller Pracht bewundern. Über eine kleine Brücke und einen gut ausgebauten Pfad kommt man ganz nah an das Wasser heran. Bei Sonnenlicht zeigt sich manchmal ein Regenbogen in den aufgewirbelten Wassertröpfchen, ein Anblick, der diesen Ort zu etwas Besonderem macht.

Der Skjervsfossen stürzt in breiten Kaskaden über eine dunkle Felswand

Die schönste Toilette mit Aussicht

Bekannt ist der Rastplatz am Skjervsfossen auch für die „schönste Toilette Norwegens“. Das moderne Toilettengebäude fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und eröffnet durch große Glasflächen eine einzigartige Aussicht auf den Wasserfall und das Tal. Wer hier Pause macht, darf sich auf ein wahrlich stilvolles Erlebnis freuen; eine Toilette mit Panoramablick passt einfach perfekt zu Norwegens Naturverbundenheit.

Toilettenraum am Skjervsfossen mit Glaswand und Glasboden über dem rauschenden Fluss

Der Kreisverkehr im Tunnel

Für Staunen sorgte auch ein Kreisverkehr mitten im Tunnel! Der ungewöhnliche Tunnel-Kreisel verbindet mehrere Tunnelstrecken miteinander und ist ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst. Es fühlte sich fast surreal an, unter der Erde im Kreis zu fahren, während wir uns durch die Röhren in den Berg schlängelten. Der Tunnel-Kreisel zeigt auf faszinierende Weise, wie Norwegen seine Infrastruktur an die herausfordernde Landschaft angepasst hat.

Blau beleuchteter Kreisverkehr im Vallaviktunnel mit Wegweisern nach Ulvik, Odda und Oslo
Türkisfarbener Fjord vor steilen Berghängen mit langem, dünnem Wasserfall

Ankunft in Odda: Das Tor zum Hardangerfjord

Schließlich erreichten wir Odda am Ufer des malerischen Hardangerfjords. Umgeben von steilen Bergen, gilt die kleine Stadt als Ausgangspunkt für viele Outdoor-Aktivitäten, darunter die beliebte Wanderung zum Trolltunga-Felsen. Odda bietet eine entspannte Atmosphäre, der richtige Ort, um nach einer erlebnisreichen Fahrt zur Ruhe zu kommen und die Natur rund um den Hardangerfjord zu genießen.

Blick über Odda zwischen steilen Bergen am Ende des Sørfjords

Odda: Ein Paradies für Outdoor-Fans

Der Gletschersee Bondhusvatn

Diese Roadtrip-Etappe führt uns in das charmante Städtchen Odda. Inmitten des norwegischen Fjordlands gelegen, ist Odda ein idealer Ausgangspunkt für Naturabenteuer. Die erste Wanderung bringt uns zum Gletschersee Bondhusvatn, der von majestätischen Bergen und dem mächtigen Bondhus-Gletscher eingerahmt wird. Eine kurze, sanfte Wanderung entlang eines alten Transportweges führt direkt an das türkisfarbene Wasser, ein schöner Platz für eine kleine Pause in der Natur. Outdoor-Fans sollten wetterfeste Ausrüstung und ein gutes Paar Wanderschuhe für die Tour dabeihaben.

Gelbes Ruderboot auf dem spiegelglatten Bondhusvatn vor Gletscher und Bergen
Zwei tosende Wasserfälle stürzen beidseitig um eine grün bewachsene Felskuppe

Wasserfall Låtefossen

Von Odda aus setzen wir die Reise in Richtung des berühmten Låtefossen-Wasserfalls fort. Der Doppelwasserfall zählt zu den spektakulärsten Norwegens und donnert aus 165 Metern Höhe ins Tal. Schon die enge Straße dorthin ist ein Erlebnis für sich: Dichte Wälder und felsige Landschaften säumen den Weg, bis sich plötzlich der imposante Wasserfall vor uns auftut. Wer aus dem Auto steigt, sollte sich auf eine natürliche Dusche einstellen, denn feiner Sprühnebel liegt über der Umgebung. Ein wasserdichter Rucksack ist praktisch, um Kamera und Equipment trocken zu halten.

Der Låtefossen stürzt als Doppelwasserfall neben der alten Steinbogenbrücke herab

Die Stabkirche Heddal

Auf dem Weg nach Oslo halten wir an der Stabkirche Heddal, der größten Stabkirche Norwegens und einem Meisterwerk der mittelalterlichen Holzarchitektur. Der Bau aus dem 13. Jahrhundert besticht durch seine hohen, geschwungenen Dachformen und filigranen Holzschnitzereien. Hier wird Geschichte lebendig, und die uralte Handwerkskunst vermittelt ein Gefühl für Norwegens kulturelles Erbe. Ein geführter Rundgang eröffnet tiefe Einblicke in die Geheimnisse und die Symbolik der Kirche. Geschichtsinteressierte finden hier zudem tolle Fotomotive und können in einem norwegischen Guidebook mehr über die Wikinger- und Mittelalterkultur erfahren.

Dunkle Stabkirche Heddal mit gestaffelten Schindeldächern über dem alten Friedhof

Oslo ruft: Eine Reise durch Norwegens Vielfalt

Die letzte Reiseetappe brachte uns von Heddal direkt in die norwegische Hauptstadt Oslo, eine Stadt, die mit ihrer Mischung aus modernem Design und grünen Rückzugsorten besticht. Wir entdeckten eine architektonisch vielseitige Metropole und rundeten den Besuch im weitläufigen Frognerpark ab, einem echten Highlight für Kunst- und Naturliebhaber.

Kugelförmige Stahlgitter-Skulptur vor dem gestapelten Equinor-Gebäude bei Oslo

1. Fornebu Technopolis

Ein dynamisches Zentrum für Büros und Innovation ist der Technopolis-Komplex in Fornebu, der mit seinem auffälligen Design und dem markanten orangefarbenen Vordach alle Blicke auf sich zieht. Die leuchtende Farbe bildet einen spannenden Kontrast zu den dunklen Gebäudefassaden und verleiht dem Komplex eine ganz eigene Identität. Klar und funktional präsentiert sich die Architektur, mit geometrischen Mustern und einer modernen Struktur, die Stabilität und Innovation ausstrahlt. Das Gebäude ist nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern ein inspirierender Raum, der Fortschritt und Kreativität fördert, ideal für Unternehmen, die auf Technologie und Zukunft setzen.

Markantes orangefarbenes Vordach des Technopolis-Komplexes in Fornebu

2. Equinor-Gebäude Oslo

Zu den ikonischsten Bauten der Osloer Architektur gehört das Equinor-Hauptquartier in Fornebu, ein Meisterwerk modernen Bauens. Die Struktur besteht aus mehreren würfelförmigen Segmenten, die scheinbar übereinandergestapelt sind und über dem Boden zu schweben scheinen. Diese dynamische Bauweise vermittelt Leichtigkeit ebenso wie Stabilität und symbolisiert die Balance zwischen Innovation und Verantwortung: Werte, die für Equinor als führendes Energieunternehmen von Bedeutung sind. Die schwarz-weiße Fassade verleiht dem Gebäude eine elegante, futuristische Optik und setzt sich bewusst vom klassischen Stil ab. Von Weitem wirkt der Bau fast wie ein Kunstwerk und zieht Architekturbegeisterte aus aller Welt an.

Equinor-Hauptquartier in Fornebu mit versetzt gestapelten weißen Baukörpern

Frognerpark: Der Kunstpark von Oslo

Nach den Architektur-Highlights zog es uns in den berühmten Frognerpark. Der weitläufige Park ist vor allem für die Skulpturensammlung des Künstlers Gustav Vigeland bekannt, die als größte Skulpturensammlung eines Einzelkünstlers gilt. Über 200 Figuren, die menschliche Emotionen und Beziehungen darstellen, verteilen sich über den Park und laden zum Staunen ein.

Der Monolith mit Granitskulpturen von Gustav Vigeland im Frognerpark in Oslo

Stadttour durch Oslo

Los geht die Tour im Clarion Collection Hotel Gabelshus in der Gabels gate 16, das ihr vom Flughafen Oslo-Gardermoen in rund 45 Minuten mit dem Auto oder mit Flytoget und Tram erreicht. Check-in ist um 15:00 Uhr, und mit einer Fika-Zeit (Kaffee und Gebäck) von 15:00 bis 17:00 Uhr sowie einem Abendbuffet von 18:00 bis 20:00 Uhr bietet das Hotel den perfekten Start in eure Oslo-Reise. Hier könnt ihr euch stärken, bevor ihr die Stadt entdeckt. Alle Stopps liegen so dicht beieinander, dass ihr die Runde bequem zu Fuß schafft; plant je nach Museumsbesuchen einen halben bis ganzen Tag ein.

Efeuberankte Fassade des Clarion Collection Hotel Gabelshus in Oslo

Stopp 1: Königliches Schloss

Ein 18-minütiger Spaziergang bringt euch zum Königlichen Schloss. Täglich um 13:30 Uhr lässt sich hier die Wachablösung beobachten, ein faszinierendes Ritual, das euch in die königliche Tradition Norwegens eintauchen lässt. Umgeben ist das Schloss vom Slottsparken, einer wunderschönen Parkanlage, die sich bestens für einen Bummel eignet. Das klassizistische Gebäude entstand Mitte des 19. Jahrhunderts und ist bis heute der Amtssitz des norwegischen Königs; im Sommer werden einzelne Prunkräume für Führungen geöffnet.

Königliches Schloss in Oslo mit Reiterstandbild über dem weiten Vorplatz

Stopp 2: Nationaltheater

Vom Schloss aus erreicht ihr in wenigen Minuten das Nationaltheater. Das historische Gebäude ist ein Zentrum der norwegischen Theaterkunst und beeindruckt mit seiner klassischen Architektur, perfekt für ein paar Erinnerungsfotos und um die Atmosphäre der norwegischen Kulturszene aufzusaugen. Vor dem Eingang stehen Statuen von Henrik Ibsen und Bjørnstjerne Bjørnson, deren Stücke hier seit der Eröffnung 1899 auf dem Spielplan stehen.

Fassade des Nationaltheaters in Oslo mit Säulen und blumengeschmücktem Balkon

Stopp 3: Grand Hotel und Parlament

In unmittelbarer Nähe des Nationaltheaters liegt das berühmte Grand Hotel, dessen elegante Fassade zu den Wahrzeichen der Stadt gehört. Nur einen Steinwurf entfernt steht das Parlament (Stortinget), wo ihr die imposante Architektur bewundern und mehr über das politische Herz Norwegens erfahren könnt. Im Grand Hotel übernachten traditionell die Träger des Friedensnobelpreises, die am Abend der Verleihung vom Balkon aus die Menge auf der Karl Johans gate grüßen. Das Stortinget lässt sich zu bestimmten Terminen auch im Rahmen kostenloser Führungen besichtigen.

Rundbau des norwegischen Parlaments Storting hinter schmiedeeisernem Zaun

Stopp 4: Domkirche

Ein kurzer Spaziergang führt euch weiter zur Osloer Domkirche. Die historische Kirche ist ein Ort der Ruhe und Spiritualität, bekannt für ihre kunstvollen Glasmalereien und Deckengemälde. Mitten im Stadtzentrum bietet sie eine willkommene Verschnaufpause. Geweiht wurde die Kirche bereits 1697; die großflächigen Deckenmalereien entstanden erst im 20. Jahrhundert. Direkt daneben liegt der Stortorvet, auf dem werktags Blumenstände stehen.

Turm der Osloer Domkirche mit Uhr und kupfergedeckter Haube hinter Bäumen

Stopp 5: Deichman Bibliothek

Nur wenige Gehminuten von der Domkirche entfernt wartet die Deichman Bibliothek, ein architektonisches Meisterwerk und eine der modernsten Bibliotheken Europas. Als kulturelles Zentrum bietet sie neben Büchern auch multimediale Angebote sowie eine tolle Aussicht auf das Barcode Project. Auf mehreren offenen Etagen findet ihr neben Büchern auch Werkstätten, ein Kino und gemütliche Leseecken mit Fjordblick. Der Eintritt ist frei, ein kurzer Abstecher lohnt sich also selbst bei knapper Zeit.

Gläserner Bau der Deichman Bibliothek in Oslo mit weit auskragendem Obergeschoss

Stopp 6: Barcode Project

Das Barcode Project ist ein ikonisches Viertel mit futuristischer Architektur. Die charakteristischen Hochhäuser, angeordnet wie ein Strichcode, prägen die moderne Skyline Oslos. Wer zeitgenössisches Stadtbild und innovative Baukunst erleben möchte, ist bei einem Spaziergang durch das Viertel genau richtig. Die zwölf schmalen Türme entstanden auf einem ehemaligen Hafen- und Bahngelände und stehen für das neue Oslo, das seit Jahren ans Wasser hinauswächst. Zwischen den Gebäuden verstecken sich Cafés, Skulpturen und kleine Plätze.

Futuristische Hochhäuser des Barcode Projects mit dunkler Pixelfassade und Balkontürmen

Stopp 7: Munch Museum

Weiter geht es zum Munch Museum, das dem berühmten norwegischen Künstler Edvard Munch gewidmet ist. Hier könnt ihr weltbekannte Werke wie „Der Schrei“ und viele weitere Arbeiten des Expressionisten bewundern, ein Muss für Kunstliebhaber und eine spannende Gelegenheit, Munchs Einfluss auf die Kunstwelt zu entdecken. Der 2021 eröffnete Museumsturm am Hafen zeigt die Sammlung auf 13 Etagen; mehrere Versionen des „Schreis" werden dort im Wechsel präsentiert. Von den oberen Stockwerken habt ihr außerdem einen tollen Blick über das Hafenviertel Bjørvika.

Graue gewellte Fassade des Munch Museums am Osloer Hafenbecken

Stopp 8: Opernhaus

Ein architektonisches Highlight ist das Opernhaus von Oslo, bekannt für sein begehbares Dach mit weiter Aussicht auf den Oslofjord und die Stadt. Die moderne Architektur zieht viele Besucher an, und das Gebäude ist ein beliebter Ort für Fotos. Geöffnet ist das Opernhaus von Montag bis Samstag von 11:00 bis 22:00 Uhr. Das weiße Marmordach steigt direkt aus dem Fjord auf und darf jederzeit kostenlos bestiegen werden. Entworfen hat den 2008 eröffneten Bau das norwegische Architekturbüro Snøhetta.

Weißes Opernhaus von Oslo mit schräg begehbarem Dach am Fjordufer

Stopp 9: Festung Akershus

Direkt am Oslofjord liegt die historische Festung Akershus, die eine spannende Mischung aus Geschichte und Natur bietet. Einst diente die mittelalterliche Anlage der Verteidigung Oslos; heute ist sie ein schöner Ort für einen Spaziergang mit Aussicht auf das Wasser. Die Anlage stammt aus dem späten 13. Jahrhundert und wurde später zum Renaissanceschloss umgebaut. Das Festungsgelände ist tagsüber frei zugänglich, und von den Mauern habt ihr einen der besten Blicke auf den Hafen und Aker Brygge.

Gepflasterter Innenhof der Festung Akershus mit Backsteinmauern und Uhrturm

Stopp 10: Rathaus

Das Rathaus von Oslo ist ein markantes Wahrzeichen und ein Ort von großer kultureller Bedeutung. Zu jeder vollen Stunde erklingt das Glockenspiel und erweckt das imposante Gebäude zum Leben. Auch die Feierlichkeiten zur Verleihung des Friedensnobelpreises finden hier statt. Ein Besuch lohnt sich für alle, die Norwegens politisches und kulturelles Leben näher kennenlernen möchten. Im Inneren schmücken riesige Wandgemälde norwegischer Künstler die zentrale Halle, die außerhalb von Veranstaltungen kostenlos besichtigt werden kann.

Backsteinfassade des Osloer Rathauses mit seinen zwei Türmen und Brunnen davor

Stopp 11: Nobel Friedenszentrum

Nur wenige Minuten vom Rathaus entfernt liegt das Nobel Friedenszentrum mit spannenden Ausstellungen zur Geschichte des Friedensnobelpreises und seiner Preisträger. Interaktive Stationen erzählen die inspirierenden Geschichten von Menschen, die sich weltweit für Frieden und Menschlichkeit einsetzen. Ein berührender, lehrreicher Halt, der zum Nachdenken anregt. Untergebracht ist das Zentrum übrigens im ehemaligen Westbahnhof von 1872, dessen historische Fassade einen reizvollen Kontrast zu den modernen Ausstellungen bildet.

Das cremefarbene Gebäude des Nobel Friedenszentrums in Oslo mit Eckturm

Stopp 12: Tjuvholmen

Tjuvholmen ist ein modernes Viertel am Wasser und ein Hotspot für Kunst und Design. Auf der Promenade mit Blick auf den Oslofjord lässt es sich entspannt bummeln, und die Gegend ist für ihre erstklassigen Restaurants, trendigen Galerien und die moderne Architektur bekannt. Damit ist Tjuvholmen der perfekte Ort, um das urbane Leben Oslos in vollen Zügen zu genießen. Der Name bedeutet übersetzt „Diebesinsel", weil hier früher Diebe bestraft wurden. Heute gibt es stattdessen einen kleinen Stadtstrand samt Sprungturm ins Fjordwasser.

Moderne Uferpromenade in Tjuvholmen mit Booten am Kai und Wasserspiel

Stopp 13: Astrup Fearnley Museum of Modern Art

Mitten in Tjuvholmen liegt das Astrup Fearnley Museum of Modern Art, ein architektonisches Meisterwerk von Renzo Piano. Das Museum beherbergt eine bedeutende Sammlung moderner Kunst, darunter Werke von Künstlern wie Jeff Koons und Damien Hirst. Mit seiner besonderen Atmosphäre und den wechselnden Ausstellungen bildet es einen inspirierenden Abschluss der Tour. Markenzeichen ist das geschwungene Glasdach, das sich wie ein Segel über die Gebäudeteile spannt; direkt am Wasser schließt sich ein kleiner, frei zugänglicher Skulpturenpark an.

Astrup Fearnley Museum mit geschwungenen Glasdächern am Wasser in Tjuvholmen

Unsere Oslo-Stadttour

Wähle die Wegpunkte aus. Die Nummern entsprechen den Stopps im Bericht.

Alle Stopps als Liste
  1. Übernachtung: Clarion Collection Hotel Gabelshus · Gabels gate 16, 0272 Oslo
  2. Königliches Schloss Oslo · Slottsplassen 1, 0010 Oslo
  3. Nationaltheatret · Johanne Dybwads plass 1, 0161 Oslo
  4. Grand Hotel · Karl Johans gate 31, 0159 Oslo
  5. Parlament von Norwegen · Karl Johans gate 22, 0026 Oslo
  6. Domkirche von Oslo · Karl Johans gate 11, 0154 Oslo
  7. Deichman Bjørvika, Oslo Public Library · Anne-Cath. Vestlys plass 1, 0150 Oslo
  8. Barcode Project · Dronning Eufemias gate, 0191 Oslo
  9. Munch-Museum Oslo · Edvard Munchs plass 1, 0194 Oslo
  10. Opernhaus Oslo · Kirsten Flagstads plass 1, 0150 Oslo
  11. Festung Akershus · Akershus festning, 0150 Oslo
  12. Rathaus von Oslo · Rådhusplassen 1, 0037 Oslo
  13. Nobel-Friedenszentrum · Brynjulf Bulls plass 1, 0250 Oslo
  14. Tjuvholmen · Tjuvholmen allé, 0252 Oslo
  15. Astrup Fearnley Museum Of Modern Art · Strandpromenaden 2, 0252 Oslo

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende · Kacheln, Marker und Fotos werden von dieser Website selbst ausgeliefert; es fließen keine Daten an Dritte.

Abschied von Norwegen: Highlights auf dem Weg nach Hirtshals

Weiter Richtung Süden führte uns die Reise zu einem ganz besonderen Punkt an der norwegischen Küste: dem Wikingerleuchtturm am World’s End in Tjøme. Danach ging es weiter nach Kristiansand, wo wir eine Stadtbesichtigung machten, bevor wir schließlich die Fähre nach Hirtshals in Dänemark nahmen. Geprägt war diese Etappe von den faszinierenden Landschaften und historischen Küstenorten, die das südliche Norwegen so einzigartig machen.

Bootssteg mit Motorbooten zwischen flachen Schäreninseln am World's End bei Tjøme

Wikingerleuchtturm am World’s End

Der erste Halt auf dieser Etappe war der sogenannte World’s End (Verdens Ende) bei Tjøme, einem der südlichsten Punkte Norwegens an der Küste des Oslofjords. Hier steht der Wikingerleuchtturm, ein besonderes Leuchtfeuer aus einer Steinkonstruktion mit einem Körbchen auf einem Mast, das früher als Leuchtfeuer genutzt wurde. Vom Leuchtturm und seiner Umgebung schweift der Blick weit über das offene Meer; man fühlt sich tatsächlich, als stehe man am „Ende der Welt“. Die felsige Küstenlandschaft und die typische, klare Luft des Nordens schaffen eine mystische Atmosphäre, die gut zu diesem historischen Ort passt. Ein Spaziergang entlang der rauen Küste von Verdens Ende gehört dazu, wenn man die nordische Natur und Geschichte auf sich wirken lassen möchte.

Steinerne Leuchtfeuerhütte mit schrägem Feuerkorb-Mast am World's End bei Tjøme

Kristiansand Südnorwegen

Von Tjøme ging es weiter nach Kristiansand, einer lebendigen Stadt und dem Tor zu Norwegens Süden. Bekannt ist Kristiansand für seine schöne Altstadt namens „Posebyen“ mit ihren vielen Holzhäusern. Bei unserer Stadtbesichtigung schlenderten wir durch die engen Gassen von Posebyen, in denen die traditionellen, weiß gestrichenen Holzhäuser eine charmante Atmosphäre verbreiten. Die Stadt steht für gemütliche, maritime Stimmung, und entlang der Strandpromenade spürt man sofort das Leben am Meer.

Dom von Kristiansand mit grünem Turmspitzdach vor strahlend blauem Himmel

Fährüberfahrt von Kristiansand nach Hirtshals

Nach der Stadttour in Kristiansand machten wir uns auf zur Fähre, die uns von Norwegen nach Dänemark bringen sollte. Die Überfahrt von Kristiansand nach Hirtshals gehört zu den schnellsten Verbindungen zwischen den beiden Ländern und dauert etwa zweieinhalb Stunden. An Bord genossen wir die Aussicht auf das offene Meer, während Norwegen allmählich hinter uns zurückblieb. Auf der komfortablen Fähre hatten wir Gelegenheit, noch einmal zurückzublicken und die Schönheit Norwegens Revue passieren zu lassen.

Schaumiges Kielwasser der Fähre nach Hirtshals im orangefarbenen Sonnenuntergang über dem Skagerrak

Ankunft in Hirtshals

Mit der Ankunft in Hirtshals an der dänischen Nordseeküste neigte sich unsere Reise durch Norwegen und Skandinavien langsam dem Ende zu. Die Überfahrt von Kristiansand nach Hirtshals war ein stiller Moment des Abschieds, während wir ein letztes Mal die Küstenlinie Norwegens hinter uns ließen und auf das offene Meer hinaussahen. Hirtshals selbst, mit seinem maritimen Flair und den charakteristischen Leuchttürmen, gab uns noch einen kleinen Vorgeschmack auf die skandinavische Küstenlandschaft, die uns in den letzten Wochen begleitet hatte.

Dänische Flagge weht am Heck der Fähre vor blauem Himmel

Zusammenfassung

Kompakte Reisetipps für Norwegen

Fährtickets buchen

Reserviere die Fähren im Sommer frühzeitig, vor allem Moskenes nach Bodø und Kristiansand nach Hirtshals.

Wetterfeste Kleidung

Auch im Sommer können Regen und kräftiger Wind aufziehen, besonders auf Senja und den Lofoten.

Gute Wanderschuhe

Für Aussichtspunkte wie Tungeneset oder die Wasserfallwanderung bei Geiranger sind rutschfeste Schuhe Gold wert.

Karte statt Bargeld

In Norwegen zahlst du fast alles mit Karte, selbst Parkplätze und Toiletten. Bargeld haben wir kaum gebraucht.

Touren vorab buchen

Beliebte Angebote wie die Speedboot-Tour im Geirangerfjord sind in der Hochsaison schnell ausgebucht.

Skillingsboller probieren

In Bergen gehören die Zimtschnecken zum Pflichtprogramm, am besten frisch aus einer Bäckerei im Bryggen-Viertel.

Mitternachtssonne nutzen

Nördlich des Polarkreises bleibt es im Sommer nachts hell. Beliebte Fotospots hast du spätabends fast für dich allein.

Fjord vom Wasser aus

Erst vom Boot aus zeigt der Geirangerfjord seine ganze Wirkung, inklusive der Wasserfälle aus nächster Nähe.

Plan für Regentage

Museen wie Rockheim in Trondheim oder das Munch-Museum in Oslo sind lohnende Schlechtwetter-Ziele.

Landschaftsrouten fahren

Plane Zeit für Strecken wie die Atlantikstraße und den Trollstigen ein. Die Fahrt selbst ist Teil des Erlebnisses.

Mit Hund unterwegs

Norwegen ist gut mit Hund zu bereisen. Von April bis August gilt allerdings fast überall Leinenpflicht.

Wetterfenster nutzen

Das Bergwetter wechselt schnell. Steuere Aussichtspunkte am besten direkt an, wenn der Himmel gerade klar ist.

Impressionen

Die Reise in Bildern

Städteimpressionen

Impressionen aus den Städten unserer Route, von Tromsø über Trondheim und Bergen bis Oslo.

Tromsø vom Wasser aus mit Brücke und Eismeerkathedrale
Unser Hund am Hafen von Henningsvær auf den Lofoten
Moderne Uferpromenade in Tjuvholmen mit Booten am Kai und Wasserspiel
Efeuberankte Fassade des Clarion Collection Hotel Gabelshus in Oslo
Futuristische Hochhäuser des Barcode Projects mit dunkler Pixelfassade und Balkontürmen
Graue gewellte Fassade des Munch Museums am Osloer Hafenbecken
Weißes Opernhaus von Oslo mit schräg begehbarem Dach am Fjordufer
Astrup Fearnley Museum mit geschwungenen Glasdächern am Wasser in Tjuvholmen
Bunte Speicherhäuser auf Holzstelzen an der Nidelva in Trondheim
Grüne Turmspitze des Nidarosdoms zwischen alten Bäumen in Trondheim
Westfassade des Nidarosdoms mit Statuenreihen, Rosette und Doppeltürmen
Markantes orangefarbenes Vordach des Technopolis-Komplexes in Fornebu
Kreuzweise gestapelte weiße Gebäuderiegel des Equinor-Hauptquartiers in Fornebu
Hafenfront von Bergen mit Booten vor bewaldetem Berghang im Abendlicht
Hafenbecken von Henningsvær mit rotem Fischkutter und spiegelnden Bergen
Die weiße Eismeerkathedrale in Tromsø mit ihren spitzen Dachdreiecken
Rote Seenotrettungsboote im Hafen von Tromsø, im Hintergrund die Eismeerkathedrale
Rote Kabine der Ulriksbanen schwebt über Bergen mit Blick auf Stadt und Schären
Schmale Holzgasse Jacobsfjorden zwischen alten Kontorhäusern in Bryggen
Mittelalterliches Steingebäude mit Zinnen auf der Bergenhus Festning im Abendlicht
Grüner Griegpavillon mit üppigen Blumenbeeten am Festplassen in Bergen
Königliches Schloss in Oslo mit Reiterstandbild über dem weiten Vorplatz
Fassade des Nationaltheaters in Oslo mit Säulen und blumengeschmücktem Balkon
Rundbau des norwegischen Parlaments Storting hinter schmiedeeisernem Zaun
Historische Backsteinkirche mit Uhrturm und geschwungener Turmhaube unter Wolken

Naturhighlights

Naturmomente entlang der Route, von den Lofoten bis zu den Fjorden.

Die beiden Fallstränge des Låtefossen aus der Nähe
Gelbes Ruderboot auf dem spiegelglatten Bondhusvatn vor Gletscher und Bergen
Zwei tosende Wasserfälle stürzen beidseitig um eine grün bewachsene Felskuppe
Alter Wikingerleuchtturm aus Feldsteinen mit hängendem Feuerkorb auf Küstenfelsen
Sonnenuntergang über dem Meer mit schäumender Hecksee eines Bootes
Spiegelglatter Fjord mit bewaldeter Halbinsel und schneebedeckten Gipfeln am Horizont
Türkisfarbener Fjord vor steilen Berghängen mit langem, dünnem Wasserfall
Der Skjervsfossen stürzt in breiten Kaskaden über eine dunkle Felswand
Der Steinsdalfossen stürzt über eine Felskante, davor ein steiniges Flussbett
Nebel verschluckt einen schneebedeckten Berghang über dunklem Wasser
Verstreute Hütten auf grünen Almwiesen bei Byrkjelo unter tief hängenden Wolken
Der Wasserfall Sieben Schwestern stürzt über die Felswand in den Geirangerfjord
Blick vom Aussichtspunkt auf die Serpentinen des Trollstigen im Regennebel
Alte Holzleiter lehnt an der Felswand einer dunklen Höhle
Ruhige Meerenge mit bewaldetem Ufer und rotem Bootshaus bei Bodø
Hängebrücke Pont de Luonosjåhkå über tosenden türkisfarbenen Wildfluss
Strudel und Wirbel des Saltstraumen vor schneebedeckten Gipfeln
Rote Rorbuer auf Stelzen vor der steilen Bergwand von Hamnøy
Fischerdorf mit bunten Häusern am Fuß steiler Berge, vom Wasser aus gesehen
Felsige Küste mit moosbewachsenen Platten und dunstigen Steilklippen hinter Å
Henningsvær aus der Luft: Fußballplatz auf der Felsinsel zwischen türkisblauem Meer
Nusfjord aus der Luft: gelbe und rote Holzhäuser am geschützten Naturhafen
Türkisblaues Wasser und weißer Sand am Strand von Rørvika
Sommerliche Lofoten-Landschaft mit Höfen, Fjord und Bergketten unter klarem Himmel
Blick von der Bergsbotn-Plattform auf den tiefblauen Fjord und die Berge von Senja
Helle Häuser von Gryllefjord unter der zerklüfteten Bergkette Senjas

Eindrücke entlang der Straße

Ausblicke, die sich unterwegs auf unseren Fahrten durch Norwegen ergeben haben.

Troll-Warnschild vor der Felswand am Trollstigen
Toilettenraum am Skjervsfossen mit Glaswand und Glasboden über dem rauschenden Fluss
Skurriler Rastplatz-Pavillon: geschwungenes Betondach ruht auf wurzelartigen Holzstämmen
Blau beleuchteter Kreisverkehr im Vallaviktunnel mit Wegweisern nach Ulvik, Odda und Oslo
Hängebrücke spannt sich über den blauen Fjord vor bewaldetem Bergrücken
Leere Landstraße schwingt sich durch grün bewachsene Hügel unter blauem Himmel
Geschwungene Brücke verbindet kleine Inseln über türkis schimmerndem Wasser
Autofähre kreuzt unter dunklen Wolken den Fjord vor bewaldeten Hängen
Die geschwungene Storseisundet-Brücke der Atlantikstraße mit einem einzelnen Auto
Brücke nach Hamnøy mit Rorbuer-Dorf und steilen Felsgipfeln auf den Lofoten
Leere Straße führt auf schroffe, wolkenverhangene Gipfel auf Senja zu

Häufige Fragen zu Norwegen

Wann und wie waren wir in Norwegen unterwegs?

Wir waren im Sommer 2023 mit dem Auto und mit Hund unterwegs, als Teil unserer großen Skandinavien-Rundreise. Unsere Norwegen-Etappe beginnt in Tromsø und endet mit der Fähre von Kristiansand nach Dänemark.

Welche Route sind wir durch Norwegen gefahren?

Unsere Route führt von Tromsø über die Insel Senja und die Lofoten (Svolvær) nach Bodø und Trondheim, weiter zum Geirangerfjord, nach Bergen, Odda und Oslo. Den Abschluss bilden Verdens Ende bei Tjøme, Kristiansand und die Fährüberfahrt nach Hirtshals.

Wie kommst du von Norwegen nach Dänemark?

Am Ende der Route nimmst du die Fähre von Kristiansand nach Hirtshals. Sie gehört zu den schnellsten Verbindungen zwischen beiden Ländern und dauert etwa zweieinhalb Stunden.

Was sind unsere Highlights auf den Lofoten?

Ausgangspunkt ist Svolvær, von dort lohnen sich das historische Lofotenboot in Leknes und das Fischerdorf Å am Ende der E10. In Å erfährst du im Norsk Fiskeværsmuseum mehr über die jahrhundertealte Stockfisch-Tradition der Inseln.

Welche Fährüberfahrten liegen auf der Norwegen-Route?

Innerhalb Norwegens nutzt du die Fähre von Brensholmen nach Botnhamn zur Insel Senja, die Überfahrt von Moskenes nach Bodø sowie mehrere kurze Fjordfähren wie Halsa nach Kanestraum, Sølsnes nach Åfarnes und Linge nach Eidsdal. Reserviere die langen Passagen im Sommer vorab; die Fähre ab Gryllefjord war bei uns bereits voll.

Was sind die schönsten Stopps auf Senja?

Wir empfehlen das kleine Fischerdorf Mefjordvær, den Strand Ersfjordstranda, die Aussichtsplattform Tungeneset mit Postkartenblick und den Panoramapunkt Bergsbotn. Alle Stopps liegen an einer gut fahrbaren Route über die Insel.

Lohnen sich Atlantikstraße und Trollstigen?

Beide gehören zu den bekanntesten Panoramastraßen Norwegens und liegen auf der Etappe zwischen Trondheim und dem Geirangerfjord. Die Atlantikstraße führt von Kårvåg nach Bud über eine Kette spektakulärer Brücken, der Trollstigen schraubt sich in elf Serpentinen den Berg hinauf. Beachte, dass der Trollstigen nur in den Sommermonaten geöffnet ist.

Wie erlebst du den Geirangerfjord am besten?

Wir kombinieren eine Speedboot-Tour über den Fjord mit einer Wanderung entlang der Wasserfälle. Vom Wasser aus wirken die Steilwände und Wasserfälle am eindrucksvollsten; die Wanderung liefert anschließend die Ausblicke von oben.

Welche Stadttouren enthält unser Norwegen-Bericht?

Drei komplette Rundgänge: Trondheim mit 12 Stopps vom Rockheim bis zum Piren, Bergen mit Fløibanen, Fischmarkt und Bryggen sowie Oslo mit 13 Stopps vom Königlichen Schloss bis zum Astrup Fearnley Museum. Zu allen drei Städten findest du im Bericht eine interaktive Karte mit sämtlichen Wegpunkten.

So planst du deine eigene Reise

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